Häufig gestellte Fragen

Es ist uns ein grosses Anliegen, Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen möglichst umfassend über die verschiedenen Aspekte der Strahlentherapie zu orientieren. Wichtige Informationen zu häufig gestellten Fragen finden Sie hier. Weitere Fragen beantworten wir gerne während der Behandlung.

Muss ich eine bestimmte Diät einhalten?

Eine besondere Diät während der Strahlentherapie gibt es nicht. Je nach Lage des Bestrahlungsgebietes gibt es Empfehlungen, auf bestimmte Speisen zu verzichten. Fragen Sie Ihren Arzt, was für Sie wichtig ist.

Gegen eine Tumorkrankheit gibt es keine spezielle Diät. Allgemein wird eine ausgewogen Ernährung mit vielen Mineralstoffen und Vitaminen empfohlen. Eine Reduktion von Fleisch, Butter und Süssigkeiten, sowie  Zucker ist meist von Vorteil.

Kann ich duschen, baden oder in die Sauna gehen?

Zur Hautpflege erhalten unsere Patienten ein Merkblatt. Duschen und Waschen sind generell erlaubt. Da eine trockene Haut die Bestrahlung besser verträgt und Baden und Sauna die Haut aufweichen, empfehlen wir, dies nur selten (einmal pro Woche) durchzuführen oder damit bis nach dem Abschluss der Therapie zu warten.

Darf ich mich an der Sonne aufhalten?

Mit dem entsprechenden Schutz ist dies möglich. Eine direkte Sonneneinstrahlung oder sogar ein Sonnenbrand soll vermieden werden.

Darf ich Sport treiben?

Sportliche Aktivitäten sind sinnvoll und für die Heilung und gegen die Müdigkeit wichtig. Dazu zählen auch Spazierengehen, Wandern und Velofahren. Sollten Beschwerden oder ein Erschöpfungszustand auftreten, soll man aufhören. Hören Sie auf Ihren Körper.

Studien haben gezeigt, dass ein regelmässiger Sport die Prognose verbessern kann.

Was ist, wenn ich während der Bestrahlung niesen oder husten muss?

Während der einzelnen Bestrahlungssitzung werden Sie vom Schaltraum aus mit einem Mikrophon und einer Kamera überwacht. Falls ein Ruhigliegen aus irgendeinem Grund (Schmerzen, Husten, Harn- oder Stuhldrang) nicht länger möglich ist, wird dies auch vom 3D-Oberflächenerkennungssystem erkannt und die Strahlung wird unterbrochen.

Ändern sich die Bestrahlungszeiten?

Die Bestrahlungszeiten sind in der Regel immer gleich lang.

Kann ich weiterhin arbeiten gehen?

Im Rahmen der Erstkonsultation wird dieses Thema gemeinsam besprochen. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kann jederzeit ausgestellt werden, der Gesetzgeber sieht während der Behandlung eine 100% Arbeitsunfähigkeit vor. Je nach Beruf und körperlichen Zustand, ist es möglich, teilweise oder sogar 100% zu arbeiten.

Darf mein Partner/Partnerin mitkommen?

Für das erste Gespräch ist es sogar wünschenswert, wenn der/die Partner/in mitkommen kann. Während der Behandlung ist die Begleitung möglich, während der einzelnen Sitzungen müssen alle Personen bis auf den Patienten den Bestrahlungsraum verlassen.

Wie kann ich die Haut pflegen?

Bitte fragen Sie, welche Hautgebiete mitbestrahlt werden. Sie erhalten ein Merkblatt über die Hautpflege während und nach der Bestrahlung.

Muss ich Uhr und Schmuck ablegen?

Wenn die Uhr oder der Schmuck nicht im bestrahlten Gebiet zu liegen kommt, ist dies nicht notwendig.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Im ersten Gespräch werden Ihnen die möglichen Nebenwirkungen erläutert. Je nach Ort der Erkrankung und der vorgesehen Dosis können sehr unterschiedliche Reaktionen auftreten. Im Regelfall wird die Behandlung gut vertragen.

Wie funktioniert die Strahlentherapie?

Tumorzellen teilen sich rasch und reparieren einen Schaden nur schlecht, gesunde Zellen teilen sich in der Regel langsam und können einen Schaden reparieren. Dieser Unterschied ist die Grundlage der Strahlentherapie und kann für die Behandlung ausgenutzt werden. Durch die Bestrahlung wird Energie an das Körpergewebe bzw. an den Tumor abgegeben. Dadurch kommt es zu verschiedenen physikalischen und chemischen Vorgängen, die eine Schädigung der Zelle und im Besonderen des Zellkernes zur Folge haben. Eine Schädigung des Zellkernes hat zur Folge, dass sich die Zelle nicht mehr korrekt teilen kann und dass lebenswichtige Funktionen in der Zelle erheblich gestört werden. Wenn der Schaden gross genug ist, wird die Zelle schliesslich sterben.

Bin ich nach einer Strahlentherapie radioaktiv?

Nein, es bleiben keine radioaktiven Substanzen im Körper zurück, so dass Sie einen normalen Umgang mit Ihrer Familie, Kindern oder Freunden pflegen dürfen.

Warum muss ich so häufig zur Bestrahlung kommen?

Um eine Tumorkrankheit wirksam bekämpfen zu können, benötigt man eine bestimmte Bestrahlungsmenge (Dosis), welche unter anderem von der Art und Grösse des Tumors abhängig ist. Ähnlich wie bei der Tabletteneinnahme muss der Wirkstoff (hier Strahlung) in mehreren Portionen (hier Fraktionen) abgegeben werden, ansonsten ist der Wirkstoff zu toxisch für das gesunde Gewebe.

Ist die Strahlentherapie schmerzhaft?

Die Strahlen sind weder sichtbar noch spürbar und auch nicht schmerzhaft.

Fallen meine Haare aus?

Die Kopfhaare fallen nur dann aus, wenn Sie im Bereich der Kopfhaut bestrahlt werden. Der Haarausfall beginnt ab dritter Bestrahlungswoche, wobei die Haare meistens wieder nachwachsen. Nur selten kommt es zu einem dauerhaften Haarausfall.

Kann ich eine Strahlentherapie unterbrechen oder verschieben?

Eine Behandlungspause sollte immer vermieden werden, da sich die Tumorzellen wieder erholen können und erneut zu wachsen beginnen. Sollten die Nebenwirkungen sehr stark sein, muss in seltenen Fällen ein Therapieunterbruch gemacht werden.

Warum muss schon wieder eine Computertomographie gemacht werden?

Die erneute Computertomographie ist die Grundlage für die Planung der Strahlentherapie. Leider eignet sich dazu die Computertomographie aus der Diagnostik nicht, da die dort gewählte Patientenlagerung für die Strahlentherapie nicht geeignet ist und für die Dosisberechnung kein Kontrastmittel verwendet werden darf.

Kann durch eine Strahlentherapie nicht auch Krebs ausgelöst werden?

Die gesunden Zellen haben die Fähigkeit, die durch eine Bestrahlung  verursachten Veränderungen zu reparieren. Die Gefahren, die von ihrem aktuellen, bösartigen Tumor ausgehen, sind um das Vielfache grösser, als das sehr kleine Risiko, dass durch eine Strahlenbehandlung ein Zweittumor ausgelöst wird.